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Läuse und Flöhe – kleine Parasiten, große Wirkung

Läuse und Flöhe sind zwar winzig, doch sie können erheblichen Juckreiz, Hautreizungen und sogar Infektionen auslösen. Während Läuse meist durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden, gelangen Flöhe häufig von Tieren auf den Menschen. Erfahren Sie, wie man einen Befall erkennt, welche Symptome typisch sind und wie man wirksam reagiert.

 


Läuse – weit verbreitete Parasiten


Läuse können weder fliegen noch springen, sondern werden durch engen Körperkontakt übertragen. Haustiere spielen dabei keine Rolle. Es wird zwischen Kopf-, Kleider- und Filzläusen unterschieden.


Kopfläuse (Pediculosis capitis)

Kopfläuse sind winzige, flügellose Insekten von etwa 1–3 mm Länge, die sich ausschließlich von menschlichem Blut ernähren. Sie fühlen sich bei Temperaturen um 28–29 °C besonders wohl und können sich dank spezieller Greifstrukturen fest an Haaren klammern.


Lebenszyklus:

  • Ein Weibchen lebt etwa 30 Tage und legt bis zu 150 Eier (Nissen).
  • Aus den Eiern schlüpfen innerhalb einer Woche Larven, die nach 9–11 Tagen geschlechtsreif sind.
  • Ohne Kontakt zum Menschen überleben Kopfläuse nur 2–3 Tage.

Kopfläuse befallen Menschen unabhängig von Haarlänge, Alter oder sozialem Umfeld. Besonders häufig sind jedoch Kinder betroffen, da enger Kontakt in Kita oder Schule eine Ansteckung begünstigt.


Symptome:

Kopfläuse stechen alle 4–6 Stunden, was einen intensiven Juckreiz verursacht. Durch Kratzen kann es zu Hautverletzungen, Infektionen und Lymphknotenschwellungen kommen. Typische Stellen sind der Bereich hinter den Ohren, der Nacken und die Schläfen.


Nachweis:
Meist sind Nissen leichter zu entdecken als erwachsene Läuse. Ein nasses Auskämmen der Haare mit einem speziellen Läusekamm ist die effektivste Methode, um Befall festzustellen.


Kleiderläuse (Pediculosis corporis)

Kleiderläuse sind etwas größer (ca. 4,5 mm) und leben in Nähten und Falten von Kleidung, wo sie nur zum Blutsaugen auf die Haut gelangen. Häufig sind Menschen betroffen, die unter schlechten hygienischen Bedingungen leben.

Neben starkem Juckreiz können Kleiderläuse Krankheiten übertragen, etwa durch ihren Kot. Kleidung und Bettwäsche müssen bei mindestens 60 °C gewaschen werden. In Einrichtungen wie Unterkünften kann eine professionelle Schädlingsbekämpfung notwendig sein.


Filzläuse (Pediculosis pubis)

Die Filzlaus ist klein (1–2 mm) und schildkrötenartig geformt. Sie befällt vorwiegend die Schamhaare, seltener Achselhaare, Bart oder Wimpern. Die Übertragung erfolgt meist sexuell, gelegentlich auch über Textilien wie Handtücher oder Bettwäsche.


Symptome:

Es kommt zu Juckreiz und kleinen blaugrauen Hautveränderungen an den Stichstellen. Bei Befall sollte immer auch der Sexualpartner kontrolliert und mitbehandelt werden.

 

Flöhe – kleine Springer mit großer Wirkung


Flöhe sind 1–6 mm groß und haben kräftige Hinterbeine, mit denen sie bis zu 20 cm hoch und 35 cm weit springen können. In Mitteleuropa sind vor allem Hunde- und Katzenflöhe relevant, die auch Menschen stechen.


Lebenszyklus und Verhalten:

  • Ein Flohweibchen legt bis zu 1000 Eier in wenigen Monaten.
  • Flöhe sind lichtscheu und verstecken sich in Polstermöbeln, Teppichen oder Tierlagern.
  • Sie saugen Blut und hinterlassen stark juckende, gruppierte oder zickzackförmige Stiche, die sich entzünden können.


Symptome und Maßnahmen bei Flohstichen

Flohbisse treten vor allem an Beinen oder im Taillenbereich auf und hinterlassen rote, juckende Papeln. Neben kühlenden Lotionen oder entzündungshemmenden Cremes ist vor allem das Auffinden der Quelle entscheidend. Haustierlager, Decken und Teppiche sollten gründlich gereinigt oder bei Bedarf professionell behandelt werden.

 

 


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