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Psoriasis – wenn die Haut aus dem Gleichgewicht gerät

Die Schuppenflechte, medizinisch Psoriasis genannt, ist eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Sie ist zwar gutartig, kann aber durch ihre auffälligen Hautveränderungen und die damit verbundenen Beschwerden eine erhebliche Belastung darstellen.


Was ist Psoriasis?

Psoriasis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die auf einer gestörten Verhornung der Haut beruht. Während sich Hautzellen normalerweise etwa alle vier Wochen erneuern, geschieht dies bei Psoriasis rund zehnmal schneller. Die Folge sind deutlich sichtbare Hautveränderungen mit Rötungen und Schuppungen.


Die genaue Ursache der Erkrankung ist noch nicht vollständig geklärt. Genetische Faktoren spielen jedoch eine wichtige Rolle. Menschen, in deren Familien Psoriasis vorkommt, haben ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen.


Formen der Schuppenflechte

Grundsätzlich werden zwei Haupttypen der Psoriasis unterschieden:

  • Typ I: Tritt meist früh auf, zwischen dem 10. und 25. Lebensjahr, und verläuft in der Regel schwerer.
  • Typ II: Entwickelt sich später, meist zwischen dem 35. und 60. Lebensjahr, und ist häufig weniger stark ausgeprägt.

Beide Formen können unterschiedlich verlaufen und von Phasen mit akuten Schüben bis hin zu längeren Ruhephasen gekennzeichnet sein.


Symptome der Psoriasis

Die Schuppenflechte zeigt sich vor allem durch:

  • Scharf begrenzte, gerötete Hautstellen (Plaques), die mit einer silbrig-weißen Schuppung bedeckt sind.
  • Die Größe dieser Plaques variiert von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern.
  • Betroffen sind häufig die Streckseiten der großen Gelenke wie Knie und Ellenbogen, die Kopfhaut sowie die Iliosakralregion (Bereich des unteren Rückens).

Ein weiteres typisches Merkmal sind Nagelveränderungen, die sich in Form von Tüpfelnägeln, gelblichen Ölflecken oder bröckelnden Nägeln (Krümelnägel) zeigen können.


Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose von Psoriasis kann in der Regel aufgrund des typischen Hautbilds und der charakteristischen Schuppung gestellt werden. Dermatologen nutzen dabei spezielle Tests, sogenannte Kratzphänomene:

  • Beim vorsichtigen Entfernen der Schuppen kommt ein glänzendes Häutchen zum Vorschein (Phänomen des letzten Häutchens).
  • Wird dieses Häutchen abgehoben, treten kleine Blutstropfen auf, ein Hinweis auf die typische Entzündungsreaktion der Haut (Phänomen des „blutigen Taus“).


Mögliche Komplikationen

Psoriasis ist nicht ansteckend, kann aber dennoch eine erhebliche psychische Belastung darstellen. Hautveränderungen an sichtbaren Körperstellen führen nicht selten zu Missverständnissen und sozialer Isolation.

In seltenen Fällen kann die Schuppenflechte auch die Gelenke befallen – diese Form wird Psoriasis-Arthritis genannt. Dabei kommt es zu schmerzhaften Entzündungen und langfristigen Gelenkschäden, wenn keine Behandlung erfolgt.


Leben mit Psoriasis

Die Schuppenflechte begleitet Betroffene meist über Jahre oder sogar lebenslang. Die Erkrankung verläuft in Schüben und kann durch verschiedene Faktoren verstärkt werden, etwa:

  • Stress und psychische Belastungen,
  • hormonelle Veränderungen,
  • Infektionen oder bestimmte Medikamente,
  • extreme Temperaturen und falsche Hautpflege.

Ein bewusster Umgang mit diesen Auslösern, eine individuell angepasste Hautpflege und eine gesunde Lebensweise tragen wesentlich dazu bei, die Symptome zu lindern und die Hautbarriere zu stärken.

 


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