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Eine ernstzunehmende Komplikation, insbesondere bei Bauchfelldialyse
Die Peritonitis ist eine Entzündung des Bauchfells (Peritoneum) – einer dünnen Gewebeschicht, die die Bauchorgane umgibt und die Bauchhöhle auskleidet. Sie kann akut auftreten, unterschiedlichste Ursachen haben und verläuft in vielen Fällen potenziell lebensbedrohlich. Besonders gefährdet sind Menschen, die aufgrund einer chronischen Nierenerkrankung eine Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) erhalten. Erfahren Sie hier, was eine Peritonitis ist, welche Ursachen sie haben kann, wie sie sich äußert, wie sie insbesondere im Zusammenhang mit der Bauchfelldialyse entsteht und wie sie behandelt wird.
Was ist eine Peritonitis?
Bei einer Peritonitis handelt es sich um eine Entzündung des Bauchfells, die entweder lokal begrenzt oder diffus (den gesamten Bauchraum betreffend) auftreten kann. Das Bauchfell erfüllt im gesunden Zustand eine Schutz- und Gleitfunktion für die Organe im Bauchraum. Wird es jedoch durch Keime oder chemische Substanzen gereizt, reagiert es mit einer Entzündungsreaktion.
Man unterscheidet zwei Hauptformen:
Symptome einer Peritonitis
Die Beschwerden einer Peritonitis sind oft deutlich und treten meist plötzlich auf:
Im Fall einer durch Dialyse ausgelösten Peritonitis (peritoneale Dialyse-assoziierte Peritonitis) ist das wichtigste Symptom eine Eintrübung des Dialysats (der Dialyseflüssigkeit).
Peritonitis bei Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse)
Die Peritonealdialyse (PD) ist ein Verfahren zur Nierenersatztherapie, bei dem das Bauchfell als natürliche Filtermembran dient. Über einen Katheter wird eine spezielle Dialyselösung in die Bauchhöhle eingebracht, die dort einige Stunden verbleibt und Abfallstoffe sowie überschüssiges Wasser aus dem Blut aufnimmt. Danach wird sie wieder abgelassen.
Obwohl die Methode für viele Menschen mit chronischem Nierenversagen eine flexible und selbstbestimmte Dialyseform darstellt, besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen, insbesondere für Peritonitis. Diese kann entstehen durch:
Die häufigsten Erreger sind Staphylokokken, aber auch gramnegative Bakterien und seltener Pilze können eine Rolle spielen.
Warnzeichen bei Peritonealdialyse-Betroffenen
Folgende Symptome sollten bei PD-Patienten sofort ärztlich abgeklärt werden:
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um schwere Komplikationen oder eine dauerhafte Schädigung des Bauchfells zu vermeiden.
Diagnostik der Peritonitis
Die Diagnose stützt sich auf:
Behandlung der Peritonitis
Die Behandlung hängt von der Ursache ab und muss schnell und gezielt erfolgen:
Bei primärer Peritonitis (v. a. bei Peritonealdialyse):
Bei sekundärer Peritonitis:
Prognose und Prävention
Die Prognose ist abhängig von der Ursache, dem Gesundheitszustand des Betroffenen und dem Zeitpunkt der Therapieeinleitung. Bei frühzeitiger Behandlung ist eine vollständige Heilung möglich.
Präventive Maßnahmen insbesondere für PD-Patienten:
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