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Eiweiß im Urin – medizinisch als Proteinurie bezeichnet – ist ein häufiges Anzeichen dafür, dass die Nierenfunktion gestört ist. Obwohl geringe Mengen Eiweiß im Urin auch bei gesunden Menschen vorübergehend auftreten können, gilt ein dauerhafter oder erhöhter Eiweißgehalt im Urin als frühes Warnzeichen für eine Nierenerkrankung. Dieser Beitrag zeigt auf, was es mit Eiweiß im Urin auf sich hat, wie es entsteht, welche Ursachen zugrunde liegen können und warum die frühzeitige Diagnose und Behandlung so wichtig ist.
Was bedeutet „Eiweiß im Urin“?
Normalerweise enthält der Urin nur sehr geringe Mengen an Eiweiß, da die Nieren in der Lage sind, wertvolle Eiweißmoleküle während der Blutfiltration zurückzuhalten. Die Nieren bestehen aus Millionen kleinster Funktionseinheiten, den Nephronen, deren Filtereinheiten – die Glomeruli – das Blut reinigen. Dabei wird überschüssige Flüssigkeit und Abfallstoff aus dem Blut entfernt, während größere Moleküle wie Eiweiße im Körper verbleiben.
Ist diese Filterfunktion gestört, können Eiweiße – insbesondere Albumin, das wichtigste Bluteiweiß – in den Urin übertreten. Dieser Zustand wird als Proteinurie oder bei geringeren Mengen auch als Mikroalbuminurie bezeichnet.
Formen der Proteinurie
Es gibt unterschiedliche Formen der Eiweißausscheidung im Urin:
Ursachen für Eiweiß im Urin
1. Nierenerkrankungen:
2. Systemische Erkrankungen:
3. Medikamente:
Warum ist Eiweiß im Urin problematisch?
Die Eiweißausscheidung ist nicht nur ein Symptom, sondern kann auch selbst schädlich für die Nieren sein. Denn durch die vermehrte Ausscheidung gehen wichtige Eiweiße verloren, die für den Erhalt der Körperfunktionen notwendig sind. Gleichzeitig führt die Ablagerung von Eiweiß im Nierengewebe zu einer Entzündungsreaktion und beschleunigt das Fortschreiten der Nierenschädigung.
Zudem ist die Proteinurie ein Risikoindikator für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Je höher die Eiweißausscheidung im Urin, desto größer ist auch die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Diagnose: Wie wird Eiweiß im Urin festgestellt?
Die Untersuchung erfolgt meist durch eine Urinprobe, entweder mit:
Behandlung und Therapie
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Proteinurie. Oberstes Ziel ist es, die Schädigung der Nieren zu verlangsamen oder zu stoppen:
Wann ist Eiweiß im Urin gefährlich?
Dauerhaft erhöhte Eiweißwerte im Urin sind ein ernstzunehmendes Zeichen und sollten immer ärztlich abgeklärt werden – auch wenn keine Beschwerden auftreten. Denn viele Nierenerkrankungen verlaufen zunächst symptomlos, schreiten jedoch unbemerkt fort. Wird die Ursache rechtzeitig erkannt und behandelt, lässt sich das Fortschreiten häufig aufhalten oder verlangsamen.
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